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Installation unter SUSE Linux Enterprise Server

Checkmk Manual
Letzte Aktualisierung: 3. Juni 2020

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1. Einrichten der Paketquellen

Checkmk benötigt etliche Softwarepakete von Ihrer Linux-Distribution. Software aus Drittquellen wird nicht benötigt. Damit alle benötigten Pakete korrekt nachinstalliert werden können, benötigen Sie eine korrekte Konfiguration der Softwarequellen. Das Vorgehen zum Einrichten unterscheidet sich je nach verwendeter Version von SLES ein wenig.

1.1. SLES 11

Leider hat SUSE einige wichtige Pakete auf eine separate DVD ausgelagert. Diese trägt den Namen SUSE Linux Enterprise SDK. Richten Sie diese mit YaST als zweite Paketquelle ein. Bitte verwechseln Sie das SDK nicht mit der DVD 2 der normalen Installations-DVD. Letztere enthält die Quellcodes der Software und wird nicht benötigt. Wenn Sie eine gültige Subskription für SLES haben, dann können Sie das ISO-Image des SDK direkt auf der Webseite von SUSE herunterladen.

1.2. SLES 12

Mit SLES 12 wurden einige Softwarekomponenten, wie z. B. PHP, das von OMD benötigt wird, in sogenannte Module ausgelagert. Damit Sie Zugriff auf die PHP-Pakete von SLES 12 bekommen, müssen Sie folgende Schritte ausführen:

1.3. SLES 15

Unter SLES 15 müssen Sie zusätzlich zu Web and Scripting noch die Module Development Tools und SUSE Package Hub 15 installieren.

2. Herunterladen des passenden Pakets

Wenn Sie eine Subskription besitzen, dann finden Sie in Ihrem Subskriptionsbereich zu jeder verfügbaren Checkmk-Version ein passendes RPM- bzw. DEB-Paket für Ihre Distribution. Zum kostenlosen Testen oder für kleinere Installationen von Checkmk können Sie auf unsere kostenlosen Editionen zurückgreifen. Diese benötigen dann entsprechend auch keine Subskription, können jedoch jederzeit problemlos durch ein Upgrade auf eine der  Checkmk Enterprise Editions überführt werden.

Bitte beachten Sie bei der Auswahl des Pakets:

  • Wählen Sie die Checkmk-Version, die Distribution und zuletzt die Version der gewählten Distribution.
  • Wir empfehlen den Einsatz der letzten stabilen Version. Falls Sie eine ältere Version benötigen, finden Sie diese im Download-Archiv.
  • Name und Version Ihrer Distribution müssen exakt übereinstimmen.
  • Wählen Sie die für Sie passende Edition aus. Falls Sie unsicher sind, verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick über die Unterschiede zwischen den Editionen.

Nach dem Sie das Paket heruntergeladen haben, bringen Sie es auf das Linux-System, auf dem Checkmk installiert werden soll. Das kann zum Beispiel über das Programm WinSCP geschehen, oder – wenn Sie direkt ssh-Verbindungen öffen können – über das Kommandozeilentool scp. Hier an dem Beispiel der  Checkmk Raw Edition für SLES 15:

root@linux# scp check-mk-raw-1.6.0p12-sles15-38.x86_64.rpm root@mymonitoring.mydomain.org:

3. Installation des signierten Pakets

Alle Pakete werden mittels GnuPG signiert. Durch diese Signatur können Sie zum einen prüfen, ob das Paket auch wirklich von uns stammt. Und zum anderen, ob das Paket insgesamt vollständig ist.

Damit diese signierten Pakete wie gewohnt installiert werden können, müssen Sie einmalig unseren öffentlichen Schlüssel importieren, damit der Signatur vertraut wird. Laden Sie dazu zuerst den Schlüssel entweder direkt von unserer Internetseite:

root@linux# wget https://checkmk.com/support/Check_MK-pubkey.gpg

Alternativ können Sie den Key aber auch über gnupg.net beziehen:

root@linux# gpg --keyserver keys.gnupg.net --recv-keys 434DAC48C4503261
root@linux# gpg --armor --export 434DAC48C4503261 > Check_MK-pubkey.gpg

Danach importieren Sie den Schlüssel in die Liste der vertrauenswürdigen Signaturen. Unter SUSE Linux Enterprise Server ist dafür das Tool rpm zuständig:

root@linux# rpm --import Check_MK-pubkey.gpg

Sobald Sie den Schlüssel importiert haben, können Sie das Checkmk-Paket nun noch einmal verifizieren und anschließend mit dem Tool zypper installieren:

root@linux# rpm -K check-mk-enterprise-1.6.0p12-sles15-38.x86_64.rpm
check-mk-enterprise-1.6.0p12-sles15-38.x86_64.rpm: digests signatures OK
root@linux# zypper install check-mk-enterprise-1.6.0p12-sles15-38.x86_64.rpm

4. Abschlusstest

Nach der erfolgreichen Installation von Checkmk und allen Abhängigkeiten steht Ihnen der Befehl omd zur Verfügung, mit dem Sie Monitoring-Instanzen anlegen und verwalten können. Zur Kontrolle können Sie die installierte Version ausgeben lassen:

root@linux# omd version
OMD - Open Monitoring Distribution Version 1.6.0p12.cee