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Installation der virtuellen Appliance

Checkmk Manual
Letzte Aktualisierung: 17. Juni 2020

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1. Die virtuelle Appliance

Mit der virtuellen Appliance Checkmk virt1 können Sie Checkmk als Gast auf einer Virtualisierungsplattform wie VMware betreiben. Auch VirtualBox wird unterstützt und eignet sich besonders gut zum Ausprobieren.

In der Appliance sind Betriebssystem und Checkmk selbst bereits vorinstalliert. Sie ist sofort einsatzbereit, wird dialoggestützt eingerichtet und über eine eigene Weboberfläche konfiguriert. Sie benötigen daher keine Linux-Kenntnisse. Ausgeliefert wird die Appliance im Open Virtualization Format (OVF), genauer in dessen Archivformat OVA (Open Virtualization Archive).

2. Download der Appliance

Laden Sie aus dem Kundenportal die OVA-Datei in der jeweils neuesten Version herunter, falls Sie eine gültige Subskription mit der virt1-Option haben. Alternativ können Sie die virtuelle Appliance der  Checkmk Enterprise Free Edition im Download-Portal herunterladen. Wählen Sie dort VMware ESXi / VirtualBox und dann Erstinstallation aus. Die Größe der OVA-Datei liegt bei etwa 750 MB.

3. Installation unter VirtualBox

3.1. Voraussetzungen

Für die folgenden Schritte benötigen Sie die OVA-Datei sowie eine laufende VirtualBox-Installation. Auf welchem System VirtualBox läuft spielt dabei keine Rolle.

3.2. Import der Appliance

Starten Sie den Import der OVA-Datei über File ➳ Import Appliance. Sie sehen umgehend alle Einstellungen der virtuellen Maschine – und können diese auch so belassen. Freilich können Sie an diesem Punkt oder nachträglich Werte ändern, um der Maschine etwa weitere Ressourcen zuzuschreiben.

Wichtig: Unter den Appliance-Einstellungen sollten Sie unter Mac Address Policy dringend die Option Generate new MAC addresses for all network adapters wählen. Andernfalls wird es zu Problemen kommen, wenn mehrere Appliances mit derselben MAC-Adresse im Netzwerk laufen.

Sie können die Appliance nun importieren.

Nach dem Import müssen Sie noch einen weiteren Schritt durchführen: Rufen Sie die Netzwerk-Konfiguration der VM auf. Der Modus ist hier auf Bridged Adapter gesetzt: Der virtuelle Netzwerkadapter wird dabei mit einem Adapter auf Ihrem Host verbunden – und die variieren natürlich. Im Zweifelsfall verlassen Sie die Konfiguration einfach ohne Änderung über OK – VirtualBox ergänzt den fehlenden Adapternamen dann automatisch mit Ihrem Standardadapter.

Damit ist der VirtualBox-spezifische Teil abgeschlossen und Sie können mit der Grundkonfiguration Ihrer Appliance fortfahren.

4. Installation unter ESXi

4.1. Voraussetzungen

Voraussetzungen für die folgende Anleitung: Sie haben bereits einen ESXi-Server im Netzwerk laufen und darin einen Datenspeicher für die Konfigurationen der virtuellen Maschinen eingerichtet. Zudem benötigen Sie die OVA-Datei der Appliance als Demo- oder Vollversion.

4.2. Import der Appliance

Der Import der Appliance läuft weitgehend automatisch, lediglich im Anschluss sollten Sie noch einen Blick auf die Netzwerkkonfiguration werfen.

  1. Wählen Sie in der ESXi-Hauptnavigation den Punkt Virtual Machines.
  2. Starten Sie den Importassistenten über Create/Register VM.
  3. Wählen Sie den Import via OVA/OVF.
  4. Fügen Sie die OVA-Datei so wie heruntergeladen hinzu.
  5. Klicken Sie sich weiter durch den Assistenten, ohne weitere Änderungen vorzunehmen.

Folgend wird die neue Maschine bereitgestellt, was einige Minuten dauern kann.

Wichtig: Die Checkmk virt1 wird mit einem Netzwerk-Interface vom Typ E1000 ausgeliefert, einer Emulation des 1-GB-Netzwerkadapters Intel 82545EM Gigabit Ethernet NIC, für den in der Regel bereits Treiber bereitstehen. Auf einem ESXi-Server sollten Sie die Karte für eine bessere Performance gegen eine Karte vom Typ VMXNET 3 austauschen, ein komplett virtualisiertes 10-GB-Interface. Installieren Sie dazu die VMWare Tools und ändern Sie die Einstellung unter virt1 ➳ Edit ➳ Network Adapter 1 ➳ Adapter Type.

Damit haben Sie die VMWare-ESXi-spezifischen Schritte abgeschlossen und können mit der Grundkonfiguration Ihrer Appliance fortfahren.