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Die Benutzeroberfläche

Checkmk Manual
Letzte Aktualisierung: 5. April 2016

Suche im Handbuch

1. Einleitung

Die GUI hat zwei Funktionen:

  • Sie zeigt den aktuellen Status von allen Hosts, Services und Events.
  • Sie dient zur Konfiguration von Checkmk. Das entsprechende Modul heißt WATO.

Eine Besonderheit der Oberfläche von Checkmk ist, dass sie mehrere Monitoringinstanzen gleichzeitig visualisieren und konfigurieren kann und sich dann wie ein großes System verhält. Folgender Screenshot zeigt einen Startbildschirm von Checkmk direkt nach der Anmeldung:

Sie sehen dort folgende Elemente:

1 Die Version Ihrer Checkmk-Installation. Ein Klick auf die Versionsnummer führt zu einer Aufstellung der Neuigkeiten dieser Version.
2 Die Gesamtübersicht (Tactical Overview) mit der Anzahl überwachter Hosts und Services, der jeweiligen Probleme und der Zahl derer, die noch unquittiert sind. Sie können die Ziffern anklicken und bekommen dann jeweils eine Auflistung. Probleme von Services, deren Host DOWN ist, werden hier nicht mitgezählt!
3 Ein interaktives Feld zur Suche nach Hosts und Services. Mehr dazu weiter unten …
4 Die Ansichten (Views) bieten Zugriff auf verschiedene Darstellungen von Hosts, Services und anderen Informationen aus dem aktuellen Monitoring.
5 Am unteren Rand der Seitenleiste finden Sie drei Knöpfe: bringt Sie zu einer Auswahl von verfügbaren Elementen für die Seitenleiste, zu Ihren persönlichen Einstellungen und mit melden Sie sich von der Checkmk-Oberfläche ab.
6 In der Kopfzeile jeder Seite finden Sie den Namen des angemeldeten Benutzers, seine Rolle und die Uhrzeit, zu der die Seite berechnet oder zuletzt aktualisiert wurde.
7 Die Host-Statistik zeigt die Anzahl von Hosts in den verschiedenen Zuständen – in Zahlen und in einer räumlich maßstabsgetreuen Grafik.
8 Die Service-Statistik zeigt analog die Services.
9 Eine Auflistung aller Host-Probleme, die aktuell nicht quittiert sind. Ein Klick auf den Titel des Kastens bringt Sie zu einer vergrößerten Ansicht.
10 Analog die noch nicht quittierten Service-Probleme.
11 Die Ereignisse des Monitorings der letzten vier Stunden.
12 Knopf zum Anpassen des Dashboards.

Das Dashboard auf der rechten Seite können Sie anpassen. Wie das geht, erfahren Sie im Artikel über die Dashboards.

2. Die Seitenleiste

Der Bereich auf der linken Seite – die Sidebar – bietet schnellen Zugriff auf alle Funktionen von Checkmk. Manche Elemente - z. B. die Tactical Overview – zeigen auch aktuelle Statusinformationen, die Sie so immer im Blick haben. Falls die Seitenleiste nicht komplett auf Ihren Bildschirm passt, können Sie diese mit dem Mausrad oder durch Anfassen im dunklen Bereich eines Elementes hoch- und runterschieben.

Ferner können Sie den Inhalt der Seitenleiste als Benutzer leicht anpassen. Sie können die Elemente

  • durch einen Klick auf den Titel auf- und zuklappen,
  • durch ein Anfassen und Bewegen der Titelleiste verschieben,
  • durch ein Klick auf das Kreuz entfernen.

Mit dem Knopf gelangen Sie zu einer Auswahl von Elementen, die aktuell nicht in Ihrer Seitenleiste sind und die Sie durch einen einfachen Klick hinzufügen können:

3. Lesezeichen

Lesezeichen sind eine einfache Möglichkeit, um häufig besuchte Seiten in Checkmk schneller zu erreichen. Im Seitenleisten­element Bookmarks können Sie jede Seite, die Sie auf der rechten Seite sehen, als Lesezeichen speichern. Wenn Sie auf der gewünschten Seite oder einer gefilterten Ansicht sind, die Sie abspeichern wollen, dann klicken Sie auf Add Bookmark. Das neue Lesezeichen wird im Bereich My Bookmarks angelegt. Dieser Bereich läßt sich durch Anklicken des kleinen Pfeilsymbols aufklappen.

3.1. Editieren von Lesezeichen

Lesezeichen werden von Checkmk in Listen verwaltet. Zudem hat jedes Lesezeichen einen Betreff (Topic). In der Anzeige werden dann alle Lesezeichen mit dem gleichen Betreff unter einer Überschrift auf- und zuklappbar dargestellt. Warum so kompliziert? Nun – Sie können eine Liste von Lesezeichen für andere Benutzer sichtbar machen. So können Sie für Ihre Firma eine Navigationsstruktur zu bestimmten Ansichten und sogar zu externen Seiten aufbauen. Trotzdem kann jeder Benutzer zusätzlich eigene Lesezeichen verwalten.

Der Knopf EDIT bringt Sie in die Verwaltung der Lesezeichen:

Sie können nun entweder mit bestehende Listen editieren oder auch mit New eine ganz neue Liste anlegen. Der Titel einer Liste im Bereich General Properties ist nicht wichtig – er dient nur zur Verwaltung. Über Make available for all users machen Sie die Lesezeichen für alle anderen Benutzer sichtbar. Das erfordert allerdings eine Berechtigung, welche per Default nur die Rolle Administrator besitzt. Dieses Prinzip der Sichtbarkeit wird bei Checkmk an vielen Stellen verwendet und im Artikel über die Ansichten näher erklärt.

Wo Lesezeichen einsortiert werden entscheidet das Default topic in der Liste bzw. das Topic bei einem einzelnen Lesezeichen – falls dies gesetzt ist. Sie können übrigens den Lesezeichen auch eigene Icons verpassen.

4. Quicksearch

Über das Quicksearch-Snapin können Sie frei mit simplen Schlagwörtern oder auch regulären Ausdrücken nach Hosts und Services suchen. Die Ergebnisse sehen Sie live direkt bei der Eingabe als Dropdown-Liste unterhalb des Suchfelds. Über diese Liste können Sie dann die Ansichten der gefundenen Elemente aufrufen.

Neben der freien Suche können Sie auch ganz explizit Filter setzen und kombinieren, um zum Beispiel gezielt nach bestimmten Services auf bestimmten Hosts zu suchen. So würde etwa h: ^myhost s: myservice alle Services finden, die myservice enthalten und auf Hosts laufen, die mit myhost beginnen.

Die Filter können Sie auch mehrfach und kombiniert nutzen. Mehrere Instanzen eines Filters werden dabei mit ODER verknüpft, unterschiedliche Filter mit UND. Ausnahme: Mehrere Hostmerkmal-Filter (tg:) werden immer mit UND verbunden. Wenn Sie keine Filter setzen, durchläuft die Suche automatisch die Filter für Hostname, Hostalias, Hostadresse und Servicebeschreibung – und zwar in dieser Reihenfolge. Sie können die Standardfilter und deren Reihenfolge unter WATO ➳ Global Settings ➳ User Interface ➳ Quicksearch search order anpassen.

Folgende Filter stehen Ihnen zur Verfügung:

Filter Befehl Auto-Suche Verknüpfung Beispiel
Host-ID h: Ja ODER h: oracle
Servicebeschreibung s: Ja ODER s: cpu h: myhost
Hostgruppe hg: Nein ODER hg: server hg: database
Servicegruppe sg: Nein ODER sg: testing s: myservice
Hostadresse ad: Ja ODER ad: 192.168.200. s: test
Hostalias al: Ja ODER al: database al: _db
Hostmerkmal tg: Nein UND tg: windows tg: testing

In Kombination mit regulären Ausdrücken ergeben sich daraus präzise, komplexe Filtermöglichkeiten, etwa h: ^My.*Host$ s: ^my.*(\d|test)$ tg: mytag tg: mytest. Damit würden gefunden: Services, die mit my beginnen und mit einer Ziffer oder test enden, auf Hosts laufen, die mit My beginnen und mit Host enden sowie letztlich die beiden Hostmerkmale mytag und mytest vorweisen.

Sie können reguläre Ausdrücke für jeden einzelnen Filter nutzen – allerdings nicht bei jeder beliebigen Kombination. Sobald Sie Gruppen- oder Hostmerkmal-Filter zusätzlich zu Host- oder Service-Filtern (Name, Adresse, Alias) setzen, müssen erstere explizit angegeben werden, also beispielsweise hg: Webserver s: (apache|nginx). Was entsprechend nicht geht: hg: Web.* s: (apache|nginx). Hintergrund: Die unterschiedlichen Filter sprechen unterschiedliche Quellen mit unterschiedlichen Datenstrukturen und Funktionen an. Heraussuchen können Sie die konkreten Hostgruppen aber wie gesagt freilich auch über Muster, hg: .*server, um diese dann in Abfrage zu nutzen.

Im Hintergrund werden aus diesen Suchen Livestatus-Abfragen erstellt. Aus h: localhost s: mem s: cpu h:switch-intern würde zum Beispiel:

OMD[mysite]:~$ lq
GET services
Cache: reload
Columns: service_description host_name hostgroups servicegroups
Filter: host_name ~~ switch-intern
Filter: host_name ~~ localhost
Or: 2
Filter: service_description ~~ cpu
Filter: service_description ~~ mem
Or: 2
And: 2
Limit: 80

CPU utilization;localhost;;
Memory;localhost;;
CPU load;localhost;;
CPU utilization;myhost;;
Memory;myhost;;
CPU load;myhost;;

OMD[mysite]:~$ 

Sie sehen in der obigen Livestatus-Abfrage auch den Wert Limit: 80. Die Dropdown-Liste des Quicksearch-Snapins ist standardmäßig auf diese 80 Treffer limitiert. Sie können den Wert jedoch unter WATO ➳ Global Settings ➳ User Interface ➳ Number of elements to show in Quicksearch anpassen.

5. Themes

Die GUI gibt es seit Version 1.5.0b9 mit zwei unterschiedlichen Themes: Standardmäßig ist das Theme Modern aktiviert, hier im Bild.

Sie können aber auf das alte Checkmk-Design Classic wechseln, dessen Screenshots Ihnen in vielen externen Artikeln und auch in diesem Handbuch begegnen werden.

Um das Theme global zu wechseln, öffnen Sie WATO ➳ Global Settings, scrollen Sie zum Bereich User Interface und klicken Sie neben der Option User interface theme auf den Knopf Modern. Im folgenden Dialog können Sie dann das gewünschte Theme wählen.

Natürlich können Sie Themes über WATO ➳ Users auch für jeden Nutzer individuell festlegen. Die Option finden Sie jeweils unter Personal Settings ➳ User Interface Theme. Nutzer können Themes auch selbst in ihren Personal Settings umstellen.