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Die Konfiguration von Checkmk

Checkmk Manual
Letzte Aktualisierung: 2. März 2016

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1. Einleitung

Checkmk unterscheidet zwischen der Konfigurationsumgebung, in der Sie die Hosts, Services und Einstellungen verwalten, und dem eigentlichen Monitoring, in der dem operative Überwachung stattfindet.

Änderungen in der Konfiguration – z. B. das Hinzufügen eines neuen Hosts – haben zunächst keinen Einfluss auf das Monitoring. Erst durch ein Activate Changes werden alle Änderungen, die Sie seit dem letzten Mal angesammelt haben, gleichzeitig aktiv. Vielleicht mag Ihnen das umständlich erscheinen. Es hat aber den Vorteil, dass Sie eine komplexere Änderung erst in Ruhe vorbereiten können, bevor diese produktiv geht. So kann es z. B. sein, dass Sie nach dem Hinzufügen eines Hosts erst noch Schwellwerte setzen oder manche Services entfernen möchten, bevor das Ganze „scharfgeschaltet“ werden soll.

Das Werkzeug für das Konfigurieren von Checkmk per GUI heißt WATO (Web Administration Tool). WATO verwaltet alle Konfi­gurationen in handlichen Textdateien, welche erfahrene Benutzer auch von Hand editieren oder sogar per Skript erzeugen können. WATO erreichen Sie über das entsprechende Element in der Seitenleiste. Dieses Element ist standardmäßig eingebunden und bietet direkten Zugriff auf alle WATO-Module.

Wann immer Sie per WATO eine Änderung an der Monitoring-Konfiguration machen, wird diese zunächst gesammelt und gilt als pending. Sie erkennen solche Änderungen an dem Knopf in den WATO-Modulen bzw. an dem Knopf in der Seitenleiste. Diese beiden Knöpfe bringen Sie zu einer Liste dieser Änderungen:

Durch Klick auf den Knopf Activate Changes wird nun aus Konfigurationsdateien von WATO eine neue Konfiguration für den Monitoring-Kern erzeugt und diesem der Befehl gegeben, diese ab sofort zu verwenden:

Die Liste der anstehenden Änderungen wird dadurch geleert. Diese Einträge sind aber nicht verloren, sondern können über Audit Log abgerufen werden. Dort finden Sie eine Logdatei von allen Änderungen, die per WATO jemals gemacht wurden.

2. Backups

2.1. Grundlagen

Im Laufe der Zeit werden Sie einiges an Arbeit in die genaue Konfiguration Ihrer Hosts und Services, Grenzwerte, Alarmierungen und so weiter stecken – daher sollten Sie Backups erstellen. Das ist nicht nur nützlich für den Fall, dass etwas schiefgeht, sondern auch zum Testen oder Nutzen unterschiedlicher Konfigurationen. Sie können die komplette Konfiguration über das WATO-Modul Backups sichern und bei Bedarf auch wieder zurückspielen. Backups lassen sich zeitgesteuert ausführen, verschlüsseln und komprimieren.

2.2. Verschlüsselte, komprimierte Backups konfigurieren

Im ersten Schritt legen Sie über WATO ➳ Backups ➳ Backup targets ➳ New backup target ein neues Backupziel an. Die absolute Pfadangabe bezieht sich auf das System, nicht auf die Instanz.

Erstellen Sie anschließend einen neuen Schlüssel für Ihre Backups über mit einem aussagekräftigen Namen und einem sicheren Passwort.

Achtung: Nach dem Erstellen des Schlüssels werden Sie eine Warnmeldung sehen, die Sie darauf hinweist, dass Sie die Schlüssel noch nicht heruntergeladen haben. Da Sie diese Schlüssel für die Wiederherstellung von Backups zwingend benötigen, verbleibt die Meldung bis alle Schlüssel gesichert wurden.

Nun können Sie über einen neuen Sicherungsauftrag erstellen und unter anderem die eben erstellten Elemente unter Target beziehungsweise Encryption wählen. Zudem finden Sie hier Optionen für die Komprimierung und die zeitliche Backupplanung. Wie Sie gleich sehen werden, können Sie Backups aber auch manuell anstoßen. Über Do not backup historical data lassen sich Metriken (RRD-Dateien), Monitoringverlauf und Logdateien einsparen, was zu deutlich kleineren Backuparchiven führt.

2.3. Backups erstellen

Wieder zurück auf der Startseite des Backupmoduls sehen Sie nun Ihren fertigen Backupauftrag und können ihn über starten:

Laufende Backups können Sie über stoppen:

Zu guter Letzt sehen Sie die Bestätigung des fertiggestellten Backups:

Sowohl bei laufenden als auch bei abgeschlossenen Aufträgen gelangen Sie über zu einer ausführlichen Statusmeldung.

2.4. Backups zurückspielen

Die Wiederherstellung von Backups starten Sie über , das Vorgehen ist weitestgehend selbsterklärend:

  1. Wählen Sie den Backupauftrag.
  2. Wählen Sie die gewünschte Backupdatei.
  3. Starten und autorisieren Sie den Vorgang mit dem Backupschlüssel.

Nach der Wiederherstellung wird die Instanz neu gestartet, daher sehen Sie kurzzeitig eine 503-Fehlermeldung:

Sobald die Instanz wieder ferfügbar ist bekommen Sie eine ausführliche Statusmeldung über das erfolgreiche Backup:

3. Wichtige WATO-Module

WATO besitzt zahlreiche Module – eines für jeden wichtigen Aspekt von Checkmk. Folgende Module sind besonders wichtig:

ModulAufgabe
Main Menu Auflistung aller WATO-Module mit kurzer Erklärung.
Monitoring Agents Hier finden Sie Checkmk-Agenten für Linux, Windows und andere Betriebsysteme. In den Enterprise Editions können Sie die Agenten auch über WATO konfigurieren, paketieren und automatisch updaten.
Hosts Verwaltung der zu überwachenden Hosts – das wohl wichtigste Modul.
Global Settings Globale Einstellungen – also solche, die nicht bestimmte Hosts, Services oder Benutzer betreffen.
Host & Service Parameters Alle Einstellungen für bestimmte Hosts oder Services finden Sie hier. Die Konfiguration geschieht regelbasiert.

4. Quickaccess

Wenn Sie schon länger mit WATO arbeiten, werden Sie die Symbole im Menü auswendig kennen. Dann empfiehlt sich die kleinere Variante des WATO-Menüs für die Seitenleiste: